Galeria-Dateien für Insolvenz wieder

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Deutschlands berühmte Kaufhauskette hat in sechs Jahren zum vierten Mal Insolvenz beantragt und neue Unsicherheiten über 83 Geschäfte und rund 12.000 Mitarbeiter gebracht.

Der deutsche Kaufhausriese Galeria hat sich erneut zur Insolvenz angemeldet und markiert damit das vierte Mal, dass der Einzelhändler seit 2020 Insolvenzverfahren eingeleitet hat.

Am Freitag, dem 2. Oktober, reichte das Unternehmen seinen Antrag beim Düsseldorfer Bezirksgericht ein.

Die DPA-Nachrichtenagentur in Deutschland berichtet, dass Galeria beabsichtigt, alle 83 verbleibenden Kaufhäuser vorläufig offen zu halten, während das Unternehmen eine weitere Umstrukturierung anstrebt.

Rund 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen jetzt erneut vor Unsicherheit über ihre Arbeitsplätze.

Wird Galeria Geschäfte schließen?

Galeria sagt, dass seine Geschäfte bislang weiter laufen werden.

Das Unternehmen sagte, dass die Insolvenzeinreichung einen rechtlichen Rahmen bietet, um das Geschäft zu stabilisieren und die Voraussetzungen für eine nachhaltige Zukunft zu schaffen.

Galeria hat jedoch noch nicht angekündigt, ob einzelne Geschäfte irgendwann schließen werden.

MDR berichtet, dass Fragen rund um mögliche Schließungen und finanziellen Schutz für Mitarbeiter ungelöst bleiben.

Die Unsicherheit ist beträchtlich, weil Galeria bereits im Juli angekündigt hatte, die Rentabilität von 33 Geschäften zu überprüfen und mit Vermietern über Mieten und Lagergrößen zu verhandeln.

Vierte Insolvenz seit 2020

Die jüngste Krise von Galeria kommt erst etwa zweieinhalb Jahre nach ihrer früheren Insolvenz.

Das Unternehmen hat 2020, 2022 und 2024 Insolvenz beantragt.

Während der vorangegangenen Umstrukturierung wurden neun der damals 92 Kaufhäuser geschlossen.

Galeria betreibt heute 83 Filialen in ganz Deutschland.

Das Unternehmen war früher als Galeria Karstadt Kaufhof bekannt, aber die historischen Namen Karstadt und Kaufhof wurden nach der jüngsten Eigentumsveränderung von seiner Corporate Identity entfernt.

Seit Sommer 2024 ist Galeria im Besitz der US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Investmentgesellschaft mit deutschem Unternehmer Bernd Beetz.

Die finanziellen Probleme kehrten in diesem Jahr zurück

Warnzeichen waren bereits Monate vor der Insolvenz am Freitag entstanden.

Mehrere Vermieter beklagten sich über verspätete Mietzahlungen im April, während Galeria Liquiditätsschwankungen und Anträge auf Verschiebung einiger Zahlungen erkannte.

Im Juni sicherte sich der Einzelhändler eine Finanzierung von bis zu 160 Mio. € im Rahmen eines Umstrukturierungsplans.

Handelsblatt berichtete am Freitag, dass der Umsatz von Galeria in den letzten Monaten stark gesunken sei und dass ein Großteil der 160 Mio. EUR bereits verwendet worden seien.

Galeria hat noch keine detaillierten Gründe für den jüngsten Insolvenzantrag veröffentlicht.

Die deutschen Kaufhäuser verschwinden

Galeriens Schwierigkeiten spiegeln eine viel breitere Transformation des deutschen Einzelhandels wider.

Laut Angaben des von DPA zitierten Einzelhandelsforschungsinstituts EHI erwirtschaftete Galeria Karstadt Kaufhof 2019 einen Umsatz von rund 4,5 Mrd. € aus 174 Geschäften.

Sechs Jahre später erwirtschaftete Galeria rund 2 Mrd. € und arbeitete weniger als die Hälfte der Standorte.

Traditionelle Kaufhäuser haben auch einen erheblichen Marktanteil verloren, da Verbraucher zunehmend online einkaufen oder spezialisierte Händler besuchen.

Der Marktanteil der Kaufhäuser in Deutschland ist von 4,2 Prozent im Jahr 2020 auf rund 1,2 Prozent gesunken, so EHI-Zahlen, die von DPA zitiert werden.

12.000 Arbeiter warten auf Antworten

Das unmittelbare Anliegen ist nun die Zukunft der rund 12.000 Mitarbeiter von Galeria.

Es wurde keine endgültige Entscheidung darüber bekannt gegeben, welche Läden schließen könnten oder wie viele Arbeitsplätze letztlich betroffen sein könnten.

Für Käufer ist die Nachricht jetzt einfacher: Galerias 83 Läden bleiben offen.

Doch nach vier Insolvenzen in nur sechs Jahren wirft die jüngste Krise eine weitere große Frage auf, ob die letzte große, traditionelle Kaufhauskette Deutschlands einen nachhaltigen Weg nach vorne finden kann.

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